Kreditkartenzahlungen bei VPN-Providern gesperrt.

Keine Zahlungen mehr mit VISA und Mastercard bei VPN-Providern?

Der schwedische Zahlungsdienstleister Payson, mit dem es möglich war, Kreditkartenzahlungen für die Nutzung von VPN-Diensten zu transferieren, gab letzte Woche gegenüber einer Informationsseite über Filesharing und Urheberrechten bekannt, dass keine Kreditkartenzahlungen mehr mit VISA und Mastercard für die Nutzung von VPN-Diensten möglich seien. Damit planen VISA und Mastercard einen weiteren Schritt im Kampf gegen Webseiten und Dienste die es unter anderen auch möglich machen, urheberrechtlich geschützte Inhalte über das Internet zu verteilen.

VPN-Dienste verschlüsseln die eigene IP-Adresse und somit die Herkunft des Nutzers. Somit sind die übermittelten Daten für niemanden zugänglich und selbst Inhalte in offenen WLAN-Netzwerken bleiben dadurch anonym.

Mehrere bekannte Dienste sind von der Sperrung betroffen. Peter Sunde, einer der Mitbegründer von PirateBay behauptet, es sei eine Strategie amerikanischer Firmen, nicht-amerikanische Firmen daran zu hindern Daten und Informationen ungehindert und unbewacht auszutauschen. In Ländern  in denen große Teile des Internets zensiert werden erfreuen sich die VPN-Dienste auch sehr großer Beliebtheit.

Laut Sunde sind die bestehenden Zahlungswege wie Bitcoins (aktueller Bitcoin Kurs ) oder Lastschrift weiterhin möglich und er bedenkt rechtliche Schritte gegen die Kreditkarteninstitute einzuleiten. VPN-Dienste seien eine Möglichkeit in Zeiten von jeglicher Überwachung anonym kommunizieren zu können. Er verwies auf die damals erfolgreiche Klage von Wikileaks.

Die Nutzung dieser Dienste bleibt also ein zweischneidiges Schwert:

– zum Einen liefern diese Dienste zwar auch eine Plattform für Filesharer, selbst die   Urheberrechte von YouTube lassen sich dadurch aufheben

– zum Anderen ist es keineswegs Paranoid seine Daten in Zeiten von Spionage-Skandalen und Programmen, die das Internet durchsuchen schützen zu wollen.

Zahlung sind jetzt also nur noch durch Umwege möglich. Fast alle VPN-Anbieter sind betroffen. Außer den oben genannten Zahlungswegen Bitcoins und Lastschrift, bleibt aber noch die Möglichkeit mit Paypal zu bezahlen.